Mehl selbst mahlen – Getreidemühle im Test
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Mehl selbst mahlen: 6 Gründe für eine Getreidemühle

Zuhause Mehl selbst mahlen klingt nach romantischem Hüttenzauber. Doch eine Getreidemühle in der eigenen Küche kann viel mehr, als gekauftes Mehl zu ersetzten. Selbst- und frischgemahlenes, ist gesund und bringt eine geschmackliche Vielfalt in deine Küche. In diesem Artikel erzähle ich dir, welche Gründe für mich ausschlaggebend sind, nie wieder auf eine eigene Getreidemühle verzichten zu wollen. 

24. November 2022 – Alicia Freksa

Im Januar 2020 habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt: ich habe mir eine Getreidemühle gekauft. Für mich im richtigen Moment, denn zwei Monate später begann der erste Lockdown und zeitgleich ein Backboom. Während in den Mehlregalen im Supermarkt gähnende Leere war, habe ich meine 2,5 kg Säcke Getreide nach Hause geschleppt und wie gewohnt mein Sauerteig Vollkornbrot gebacken. Ich habe mich aber nicht in weiser Voraussicht auf eine Versorgungskriese für eine Getreidemühle entschieden, sondern aus Überzeugung, dass frisches Vollkornmehl gesünder ist und weil ich mir sicher war, dass ich mein Brot damit auf ein neues Geschmackslevel bringen könnte.

6 Gründe für eine Getreidemühle

  • 1. Frisches Mehl schmeckt besser
  • 2. Frisches Vollkornmehl ist gesünder
  • 3. Getreide ist länger haltbar als gemahlenes Mehl
  • 4. Große Getreidevielfalt = Mehlvielfalt
  • 5. Glutenfreie Mehle selbst herstellen
  • 6. Mahlgrad flexibel: Korn, Schrot, Kleie und Mehl herstellen
  • Diese Getreidemühlen empfehle ich
  • Fazit
  • Häufige Fragen

Frisch gemahlenes Mehl schmeckt besser

Im Getreidekorn sind Öle enthalten und genau wie bei Gewürzen, sind diese frisch vermahlen am aromatischsten. Sobald Getreide zu Mehl oder Schrot vermahlen ist, verflüchtigen sich diese Aromen schlagartig. Wenn du deine selbstgebackenen Brote also auf eine neue Geschmacksebene bringen willst, verwende das Vollkornmehl möglichst frisch. 

Frisches Vollkornmehl ist gesünder

Für Vollkornmehl wird das gesamte Korn vermahlen. Im Gegensatz zu Auszugs- oder Teilauszugsmehlen landen im Vollkornmehl also alle Bestandteile des Korns: die Schale, der Mehlkörper und der Keimling. Die Ballaststoffreiche Schale enthält Vitamin B, Eisen, Magnesium, Zink, Antioxidantien und Sekundäre Pflanzenstoffe. Der Mehlkörper enthält vor allem Stärke und Kohlenhydrate. Der große Teil des Eiweißes und außerdem Öle, Mineralien und Vitamine, stecken in dem winzigen Keimling. Nach dem Mahlen sind die Mineralien und Vitamine nicht mehr von der intakten Kornhülle geschützt und verflüchtigen sich. Je länger ein Mehl gelagert wird umso niedriger der Nährstoffgehalt.

Getreide ist länger haltbar als gemahlenes Mehl

Der Keimling ist aufgrund seines Fettgehalts verantwortlich für die Haltbarkeit, denn das Fett wird schnell ranzig. Deshalb wird für das Herstellen von Auszugsmehlen der Keimling vorher entfernt. Aber nur wenn der Keimling im Mehl enthalten ist, hat das Mehl den vollen Nährstoffgehalt des Korns und darf sich Vollkornmehl nennen. Bestenfalls sollte es aber binnen weniger Wochen verbraucht werden. Am besten verlässt du dich auf deinen Geruchssinn und nicht auf ein aufgedrucktes Haltbarkeitsdatum. Ein intaktes Getreidekorn ist von der Fruchtschale so gut geschützt, dass es gut gelagert ein paar Jahre haltbar ist und sogar über 100 Jahre keimfähig. Der Vorteil liegt also auf der Hand: statt gemahlenes Vollkornmehl lieber Getreide kaufen und nach Bedarf frisch mahlen oder schroten. 

Getreide Vielfalt: Welches Getreide kann man selbst zu Mehl mahlen?

Was mich an der eigenen Getreidemühle am meisten fasziniert, ist die Getreidevielfalt, die sie mir ermöglicht. Brot mit frischgemahlenem Amaranth hat ein köstliches nussiges Aroma und die Tüte Buchweizen wartet im Küchenschrank (ohne ranzig zu werden) darauf, dass ich mal wieder Blinis oder bretonische Galettes mache. Im Urlaub nehme ich mittlerweile lieber eine Tüte regionales Getreide mit, statt ein Mehl, bei dem ich Sorge habe, es könnte schlecht werden. 

Diese Lebensmittel kannst du in der Getreidemühle selbst mahlen:

Getreide (*Glutenfrei):
Dinkel, Einkorn, Emmer, Gerste, Grünkern, Hafer*, Hartweizen, Hirse*, Kamut, Mais*, Reis*, Roggen, Rotkorn, Teff*, Triticale, Waldstaudenkorn, Weizen

Pseudogetreide (*Glutenfrei):
Amaranth*, Buchweizen*, Chia Samen*, Quinoa*

Getrocknete Hülsenfrüchte:
Erbsen, Kichererbsen, Kidney Bohnen, Linsen, Lupine, Sojabohnen, Weiße Bohnen

Gewürze:
Anis, Bockshornklee, Fenchel, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel, Nelken, Piment, Schwarzer Pfeffer, Senfsamen, Sternanis, Tonkabohnen, Zimtblüten, Zimtstangen, getrocknete Kräuter

Sonstiges:
Auch gekeimte (anschließend getrocknete) Getreidekörner können gemahlen werden z. B. zur Herstellung von Backmalz

Glutenfreies Mehl selbst machen

Wenn du dich glutenfrei ernähren musst oder möchtest, ist dir bestimmt aufgefallen, dass in der obenstehenden Getreidevielfalt viele glutenfreie Möglichkeiten dabei sind. Bei einer glutenfreien Ernährung lohnt sich die Investition in eine Getreidemühle vor allem auch finanziell. Denn hochwertige fertiggemischte glutenfreie Mehle sind sehr teuer, können aber sehr einfach selbst hergestellt werden. Da sich viele der Hülsenfrüchte und Pseudogetreide vermutlich auch ungemahlen auf dem Speiseplan finden, stehen sie vielleicht schon in deinem Vorratsschrank.

Mahlgrad flexibel wählen: Schrot, Mehl, Kleie und Gries herstellen

Bei den meisten Haushaltsgetreidemühlen kannst du den Mahlgrad selbst wählen. So kannst du z. B. mit den Mockmill Mühlen feinstes Mehl aus dem Getreide deiner Wahl mahlen oder groben Schrot herstellen für ein kerniges Kastenbrot, ein Brühstück oder den Frühstücks Brei. Du kannst Mais für Polenta frisch mahlen oder eine Handvoll Reis wenn du Reismehl zum Bestäuben deines Gärkorbes brauchst. Gemahlenes Mehl kannst du Sieben, um das feine Mehl von der groben Kleie zu trennen und so beides separat zu verwenden. Die Möglichkeiten sind endlos und du hast immer genau die gewünschte Menge frisch vermahlenes Korn parat.

Diese Getreidemühle empfehle ich:

Die Mockmill Getreidemühlen werden in Deutschland gefertigt und haben ein hochwertiges Steinmahlwerk, welches das Getreide schonend mahlt. Denn im Vergleich zu Mahlwerken aus Edelstahl, werden die Mahlsteine nicht so heiß, so dass die wertvollen Inhaltstoffe des Mahlguts erhalten bleiben. Die extrem harten Mahlsteine aus Korund-Keramik, können besonders feines Mehl mahlen und sind selbstschärfend. Die Gehäuse bestehen aus den nachwachsenden Rohstoffen Holz und Arboblend®, ein pflanzlicher Kunststoff aus Holzfasern. Bei privater Nutzung gibt der Hersteller, ein Familienbetrieb aus dem Odenwald, eine Garantiezeit von 12 Jahre für die Mockmill Lino Modelle. Auch das spricht dafür, dass Mockmill für langlebige Qualität steht.

Die Mockmill Getreidemühlen sind leicht zu bedienen und stufenlos einstellbar, so dass du sowohl feinstes Mehl als auch groben Schrot mahlen kannst. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Modellen ist die Motorleistung:

Mockmill Lino 100: 360 Watt Motor, mahlt ca. 100 g feinstes Mehl in der Minute

Mockmill Lino 200: 600 Watt Motor, mahlt ca. 200 g feinstes Mehl in der Minute

Mockmill Lino Holz Getreidemühle
Mockmill Lino Holz Getreidemühle

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Fazit = Vorteile einer Getreidemühle im Überblick:

  • Frisch gemahlenes Vollkornmehl ist nie ranzig
  • Frisches Vollkornmehl ist nähstoffreich und gesund
  • Du hast immer die richtige Menge an frischem Mehl, auch selten genutzter Getreidesorten
  • Auch Schrot und Kleie lassen sich herstellen
  • Getreidevielfalt = Geschmacksvielfalt
  • Glutenfreie Mehle können selbst hergestellt werden
  •  Viele Mehle sind selbst gemahlen preiswerter

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Häufige Fragen

Alicia Freksa 
Gründerin und Hobby Bäckerin

Seit 2018 backe ich mein Brot selbst – am liebsten ein kräftiges Roggen Sauerteigbrot. Durch die Gründung von ROGGENWOLF, lebe ich meine Leidenschaft für gutes Brot und qualitativ hochwertiges Küchenzubehör aus.
Mehr über die Gründungsgeschichte findest du hier. Um mehr Einblicke in den ROGGENWOLF (Back-)Alltag zu bekommen, folge uns auf Instagram.

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